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Archiv für die Kategorie ‘Allgemeines’

Theologen-TV

18. August 2010

Sommerferien :-)

In Baden-Württemberg mal wieder die vermutlich längsten Herbstferien der Welt, aber immerhin Ferien. Die letzten Schul- und die ersten Ferientage waren schulisch noch ziemlich turbulent und verhinderten RELIBLOG-Beiträge. Danach folgten einige erholsame Tage in Suffolk.

Jetzt bin ich wieder zurück, mit vielen Eindrücken, Anregungen, Ideen und Motivation.

Hans Urs von Balthasar war einer derjenigen, über den ich im Urlaub in meiner Urlaubslektüre – mal wieder – gestolpert bin. Da ich nicht gleich seine theologische Ästhetik durcharbeiten wollte, habe ich mich nach einfacher gehaltenen Zugängen umgesehen.

Dabei bin ich auf ein interessantes Angebot des St John’s College in Nottingham gestoßen. Das College hat einen YouTube-Channel eingerichtet und bietet dort u.a. Einführungen zu verschiedenen Theologen, z.B.

Immer nur knapp zehn Minuten. Als Einstieg ganz nett, finde ich. ‘Es gibt darüber hinaus noch eine Reihe anderer Videobeiträge (z.B. Tom Wright zu seinem Buch Evil and the Justice of God), die einen interessanten Eindruck machen.

Ich habe ja noch ein paar Ferientage zum Durchstöbern :-)

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Älter werden

12. Juni 2010

Sie sind der erste Mensch seit wer weiß wie langer Zeit, mit dem ich sprechen kann. Manchmal ertappe ich mich dabei, daß ich mit mir selbst rede und wenn mir das dann bewusst wird, erschrecke ich über den Klang meiner eigenen Stimme.

So beginnt ein lesenswerter Beitrag im Bestatterblog, der sich gut als Einstieg zum Themenbereich ‘Sinn des Lebens’, ‘Was ist der Mensch’ etc. eignet.

Wer den Bestatterblog noch nicht kennt: die Lektüre lohnt sich nicht nur für Religionslehrer. Da geht es auch nicht um irgendwelche morbiden oder nekrophilen Dinge, sondern um den Alltag des Sterbens.

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didacta-Reste

29. April 2010

Ich wollte keine überflüssigen Werbegeschenke erhalten, nicht 4,50 Euro für eine lauwarme Bratwurst zahlen und mich auch nicht durch Heerscharen von Erzieherinnen oder LehrerInnen kämpfen. Also bin ich nicht zur didacta nach Köln gepilgert (Stuttgart hat mir gereicht).

Per Mail erreichte mich nun aber der Hinweis auf eine Dokumentation des VdS Bildungsmedien e.V. Die Beiträge des ‘Forum Unterrichtspraxis 2010′ sind als PDF-Dateien verfügbar. Eine Übersicht der Beiträge bietet diese Seite (hier können die Beiträge auch einzeln heruntergeladen werden).

Wie so oft sind die Beiträge nicht alle gleich interessant, aber einige lohnen sich nach meiner Einschätzung schon. Z.B. (nicht nur) für Berufseinsteiger der Beitrag von Marc Böhmann. Oder das ‘Selbstmanagement für Lehrende‘ von Dagmar Rohnstock. Und schließlich ganz knapp der “‘Crash-Kurs’ Rhetorik im Klassenzimmer” von Wolfgang Endres, der auch für Anregungen für Schülerpräsentationen bieten kann.

Aber die Geschmäcker und Interessen sind verschieden, also selber stöbern. Wer mag, kann sich auch die Dokumentationen der vergangenen Jahre herunterladen.

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Matheaufgaben

19. April 2010

Zahlen spielen zwar innerhalb der Religion oft eine wichtige Rolle, in diesem Beitrag geht es aber eher um eine OT-Empfehlung. Wer Kinder im Grundschulalter hat, die mit Mathe etwas anfangen können und gerne rechnen, kann sich das Leben erleichtern und seine Kinder mit Matheaufgaben versorgen, indem er sich das Rechenblatt herunterlädt.

Rechenblatt ist ein kleines Programm, das von Martin Pabst entwickelt wurde. Zum Download gibt es das Rechenblatt hier. Auf der Download-Seite werden die Möglichkeiten gut verständlich erläutert.

Das Programm muss nicht installiert werden. Einfach die heruntergeladene Datei Rechenblatt.zip entzippen (oder direkt die exe herunterladen). Heraus kommt nur eine Datei: Rechenblatt.exe. Einfach starten und schon kann es losgehen.

Die Bedienung ist relativ leicht zu durchschauen. Sowohl die Aufgabenart (Addition, Subtraktion, Division, Multiplikation) als auch der Zahlenraum kann eingestellt werden. Beim Ausdrucken können gleich mehrere (verschiedene) Blätter erstellt werden.

Bequeme Mamas und Papas können auch die Lösungsblätter mitausdrucken lassen.

Insgesamt eine nette Sache zum Matheüben.

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Time goes by…

31. März 2010

Heute vor vier Jahren habe ich den ersten Beitrag des RELIBLOGs online gestellt. Lange her. Eigentlich war er als ‘Ausprobierer’ gedacht, um die Funktionalität und den Reiz von Weblogs zu testen. Dann hat es mir Spaß gemacht, den Blog weiterlaufen zu lassen.

Seit diesem Schuljahr bin ich wieder ganz an meiner Schule. Davor war ich halb in der Schule und mit einer halben Stelle als pädagogischer Referent am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg. In dieser Zeit stieß ich berufsbedingt viel häufiger auf neue und interessante Entwicklungen.

Inzwischen fordert die Schule ihren zeitlichen Tribut und meine Aufgabenschwerpunkte haben sich verlagert. Die Beiträge werden daher seltener. Trotzdem möchte ich den RELIBLOG weiter betreiben. Er ist zwar – angesichts der großen Blog-Kollegen – ein kleines Gewächs, ich mag ihn aber trotzdem. Mein Ziel war nie, irgendwelche Rekordbesucherzahlen zu erreichen, sondern für einen kleinen Kreis von Interessenten mir sinnvoll erscheinende Infos zur Verfügung zu stellen.

Einen herzlichen Dank möchte ich den Leserinnen und Lesern des RELIBLOGs sagen. Ich war immer wieder überrascht, wenn ich bei Fortbildungen oder anderen Religionslehrertreffen auf den RELIBLOG angesprochen wurde.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich öfter auf interessante Links, Software, Videos etc. hingewiesen werden würde. Jede und jeder stößt irgendwann auf interessantes Material. Wir Religionslehrer sind ein kleiner Haufen, den die großen Verlage nicht unbedingt verwöhnen. Wir sind aber auch ein geselliger und gebefreudiger Haufen (diesen Eindruck habe ich – trotz vereinzelter Ausnahmen – im Großen und Ganzen immer noch). Wenn wir unsere Ressourcen teilen, profitieren alle davon.

So. Und nun ab ins fünfte Jahr :-)

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Wikipedia-Artikel richtig lesen

13. März 2010

Durch eine Reihe von Sondertätigkeiten bin ich in diesen Wochen satt mit Arbeit eingedeckt. Daher sei mir der Hinweis auf einen sehr guten (und – Zaunpfahl – nicht nur für Schüler geeigneten) Artikel von Maik Riecken gestattet.

Er stellt kurz und knapp Wesentliches zur Bewertung der Qualität eines Wikipedia-Artikels dar.

Hier ist der Link zu Maiks Artikel. Er stützt sich auf einen ausführlicheren Artikel von Kristian Köhntopp. Aus meiner Erfahrung mit Lehrern und Fortbildungen empfehle ich zuerst die Lektüre von Maiks Artikel (zur Vertiefung dann den zweiten).

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Intelligent Design vs. The Simpsons

16. Januar 2010

Die Debatte um Intelligent Design finde ich persönlich ziemlich uninteressant. Wer meint, dass die Bibel als naturwissenschaftliches Handbuch zu missbrauchen sei, sollte sich gründlicher mit ihr beschäftigen, um seinen Irrtum zu erkennen.

Ich kann die Bibel wörtlich nehmen – oder ernst.

Dieses Zitat von Pinchas Lapide ist mir in den letzten Tagen zum ersten Mal begegnet. Es trifft den Punkt sehr gut, fnde ich.

Sehr interessant fand ich dagegen den Blogeintrag eines Bio-Kollegen, der über den Einsatz einer Simpsons-Sequenz zum Thema Evolution berichtet. Zum Beitrag geht es hier, der Film folgt:

Die Simpsons sind nicht unbedingt mein Ding, aber auch ich kann die Erfahrungen des sich nicht namentlich outenden Biokollegen bestätigen: sehr viele Schüler kennen die Folgen.

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Homo ludens

15. Januar 2010

Ich mag Computerspiele nicht besonders. Na gut. Außer Tetris. Durch die Blogs tigert gerade die Firstperson-Version. Alle U30er werden mit der akustischen Untermalung wenig anfangen können. Bei digitalen Dinosauriern kommen dagegen Asbach-Uralt-Erinnerungen hoch.

Das Bild steht übrigens nicht auf dem Kopf. Die Version heißt nicht grundlos firstpersontetris. Als Spieler nehme ich die Perspektive der fallenden Blöcke ein. Bringe ich einen fallenden Block zum Rotieren, dreht sich das ganze Bild. Verwirrender fand ich die für mich etwas ungewohnte Tastenbelegung für das Drop-Kommando.

Einfach mal ausprobieren :-) Das Teil wird online gespielt, keine Installation, keine Werbung, der Sound kann auch abgestellt werden.

Aufmerksame Beobachter werden bemerken, dass der Screenshot zu spät kam (so blöd stelle ich mich – bei Tetris – sonst nicht an). Ich habe auf diesem Rechner immer noch FireShot zur Anfertigung von Screenshots installiert (hier der Bericht dazu). Aber für schnelle Schnappschüsse ist das Teil nur bedingt geeignet (wenn man sich die Tastenkombination gemerkt hat).

Unterrichtsbezug? Perspektivität der Wahrnehmung, Bedeutung des Perspektivenwechsels beim Blick auf die sog. Realität…

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Alte Fotografien finden

2. Januar 2010

Hmm. Ich habe gerade die RELIBLOG-Beiträge durchstöbert, aber nichts gefunden. Anscheinend habe ich Shorpy bisher noch nicht vorgestellt. Höchste Zeit dafür.

Shorpy ist eine Webseite, die alte Fotografien in sehr guter Auflösung anbietet. Kostenlos. Zum Herunterladen. ‘Alt’ ist natürlich ein relativer Begriff :-) Es gibt Fotografien aus den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, aber auch welche aus den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts. Aufnahmen aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, New York oder andere Großstädte im Aufbau, das brennende San Francisco nach dem Erdbeben…

Solche Seiten sind für mich wie ein gedrucktes mehrbändiges Lexikon: Ich lese bzw. schaue mich immer weiter rein.

Schön und gut für Englisch-Lehrer, aber was machen Religionslehrer mit so etwas (außer ihrem Privatvergnügen nachgehen)?

Ich denke, dass sich diese Fotos sehr gut als Sehschule verwenden lassen. Genau hinzuschauen und Details wahrzunehmen ist nicht gerade die starke Seite eines Durchschnittschülers (das ist wenigstens meine Erfahrung mit Schülern). Wenn ich mit einer neuen Klasse zum ersten Mal ein Bild genau anschaue, ist die Aufmerksamkeitsspanne ziemlich gering und die Wahrnehmungsfähigkeit nicht sonderlich hoch.

Beim zweiten oder dritten Bild läuft das schon viel besser. Übung macht den Meister. Mit einem alten Shorpy-Bild kann ich Schüler auf eine Zeitreise schicken. Schaut euch das Foto in aller Ruhe an. Dank der hohen Auflösung gibt es ja auch ordentlich was zu sehen. Versetzt euch in eine der Personen auf dem Bild. Was seht ihr? Wie fühlt ihr euch? Wie riecht es?`Wie bewegt ihr euch?… Nach meiner Einschätzung kann es Schülern dadurch erleichtert werden, sich in einen anderen Kontext zu versetzen (zeitlich, kulturell).

Wenn sie dann erfahren haben, dass das nicht immer einfach ist, dass manche Dinge völlig unklar sind, dann gehen sie – so meine Hoffnung – auch vorsichtiger an biblische Texte heran und übersetzen sie nicht platt ins Heute (wie es in der Volxbibel für meinen Geschmack viel zu oft geschieht).

Genug der Worte, jetzt wird geschaut. Hier ist ein Beispiel-Foto aus dem Shorpy-Angebot. Für den vollen Genuss auf das Foto klicken, dann kommt es in hoher Auflösung.

Detroit 1913

Genug geschaut. Dann habe ich hier einen Ausschnitt. Der ist leider (wie einige Teile des Fotos) etwas unscharf.

Detroit 1913 - Ausschnitt

Und? Was fällt auf?

Ein kleiner Tipp? Was ist mit den Autos?

Immer noch nicht? Wo sind die Lenkräder der Autos?

Genau. Auf der rechten Seite. Hm. Das Foto zeigt aber Detroit im Jahr 1913. Hatten die etwa Linksverkehr? Ah, das Bild ist vielleicht seitenverkehrt.

Nein. Der Schriftzug der Central Savings Bank ist völlig korrekt abgebildet. Außerdem fahren die Autos ja alle brav auf der rechten Seiten. Rechtes Lenkrad und Rechtsverkehr? Wikipedia her:

Die USA hatten als ehemalige britische Kolonie vermutlich zunächst Linksverkehr. Trotzdem ist umstritten, ob der Linksverkehr in den amerikanischen Kolonien weit verbreitet war. Nach der Unabhängigkeit schrieb man schrittweise Rechtsverkehr fest.

Die gesetzliche Festlegung auf Rechtsverkehr erfolgte in:

  • Pennsylvania 1792
  • New York 1804
  • New Jersey 1813.

Aber das Foto soll 1913 entstanden sein. Ein bisschen weitergelesen im Wikipedia-Artikel, dann kommt die Lösung:

Im frühen 20. Jh. hatten amerikanische Autos ihr Lenkrad auf der rechten Seite.

Aber warum? Google, google, google, Bingo. Die englische Version des Wikipedia-Linksverkehr-Artikels bringt die Lösung:

Early American motor vehicles were produced in RHD [= right-hand-drive], following the practice established by horse-drawn buggies. This changed in the early years of the 20th century: Ford changed to LHD [left-hand-drive] production in 1908 with the Model T, and Cadillac in 1916.

Die Pferdekutschen sind also schuld. Pferde-Freaks dürfen gerne noch weiter suchen. Schüler haben hoffentlich verstanden, dass es einer gewissen Vorsicht bedarf, wenn ich versuche, mich in andere Zeiten zu versetzen.

PS: So etwas kann man natürlich auch in einer Vertretungsstunde machen (wenn der Computerraum frei ist).

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Endlich mal etwas Ruhe…

30. Dezember 2009

Ich bin fleißig dabei, die Reste des laufenden Jahres aufzuarbeiten, abzuheften oder ins Altpapier zu entsorgen. Dabei merke ich, wie viel in der ‘ganz normalen’ Zeit los war, ich sehe (anhand der dichteren Sedimentbildungen), welche Phasen besonders ‘voll’ waren und ich merke gelassen, dass sich manche Dinge einfach so erledigt haben.

Für alle Geeks, die nicht so richtig in ruhigeres Fahrwasser kommen können, gibt es eine nette Seite im Netz: alleinr. Noch in der Beta-Phase (klar), aber trotzdem schon voll einsatzfähig.

PS: Die Seite ist schon seit dem 13. April 2007 im Netz, wie aufmerksame Nutzer feststellen können, die bis nach ganz unten gescrollt haben und dem Link gefolgt sind.

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